BNAS, Balangiga National Agricultural School
Jetzt bin ich seit 3 Tagen hier, und es gibt einiges zuerzaehlen. Ich fang mal bei der Ankunft an. Es war bekannt, dass eine Willkommensfeier fuer mich statt finden sollte, also hatten Jutta und Andy rechtzeitig uerbelegt, um eine Ausrede parat zuhaben, um nicht teilnehmen zumuessen. Ich wurde also alleine ins kalte Wasser geschmissen. Von Alice Valdenor, mein Counterpart hier, Mum Alice, wurde ich in zum Saal gebracht wo die Zeremonie statt fand. Ich sass hinter einenm geschmueckten Tisch mit fuenf ofiziellen der Stadt. Los ging es mit einem kurzen Gebet, darauf hin wurde die national Hymne in Richtung Flagge gesungen. Darauf folgte die Eroeffnugsrede des Head of Administration (der Schule) sie begrueste erst michy, und dann alle wichitgen Leute im Saal, darunter waren Francisco Gilbert, der Schulleiter, der Vizebuergermeister, der Polizeichef, der Chef des Krankenhauses, Vertreter aus den 12 Barangays (so werden die Stadtteile genannt) und der ehemalige Buergermeister. Nach der Begruesung fing sie an mcih vorzustellen, und dazu benutzte sie den Lebenslauf, den ich zur Bewerbung auf die Stelle geschickt hatte. Den las sie fasst eins zu eins runter. Jetzt wissen immerhin alle, das ich letztes Jahr in Alkmaar\Niederlande bei Modell United Nations dabei war und ich Abitur am Wilhelm Erb Gymnasium in Winnweiler gemacht habe…
Nach dieser tollen Rede folgten noch circa 12. Jedesmal mussten alle wichtigen Leute im Saal adressiert werden, und mein Name musste mindestens 5mal genannt werden. Christoph Ohnes Rendel oder auch Christoph Hunes Rendel. Am Schluss durfte ich dann auch noch was sagen, die Rede ist allerdings etwas kuerzer ausgefallen.
Mit meinem Zimmer war ich vollkommen zufrieden. Es ist eines der Zimmer in dem die Schueler normaler weise lernen sollen, wie man ein Hotelzimmer saubermacht, die Betten bezieht etc. Also eine Art Modellhotelzimmer. Die Schule ist vergleichbar mit eienr Berufsschule, nur das die Schueler keine Ausbildungsstelle haben. Es stehen zwei Betten drinne und hat einen keinen Comfort Room, so heisst das Badezimmer hier, mit Waschbecken, Wc und Duschkopf, der hat leider keine extra Duschwanne sondern zeigt einfach in Richtung Toilette, das ist hier so ueblich. Einziges Manko ist, dass das Wasser von einem Tank im Hof kommt. Der is nur nie voll, vllt undicht oder so, jedenfalls muss man wenn man Wasser will, immer raus, 200 Meter bis zum Schalter laufen, und die Pumpe anschalten, die den Tank befuellt. Und nach dem benutzen muss man wieder aus schalten, sonst machts ein anderer. Eine Schaltung, dass die Pumpe sich slebst abschaltet, scheint noch nicht erfunden.
Ich bin also ganz zufrieden mit meinem Zimmer, die Kakerlaken stoeren zwar, werden aber weniger. Waren bis die erste nzwei abende immer so 2 Stueck die ich beim betreten immer entfernen musste. Morgens lag dann auch oft eine auf dem Boden, die war dann aber meistens Tod, jedenfals hat sie faslchrum gelegen, weiss jemand woher das kommt? Die vom Abend vorher hab ich jedenfals entfernt, das wars nicht. Aber wie gesagt, es werden weniger.
Nestor ist hier der, der sich um mich kuemmern soll, das macht er auch. Manchmal nervt schon ein bisschen. Dass man alleine sein will verstehen sie hier nciht so richtig. Immerhin darf ich alleine schlafen, hat sich paar, mal so angehoert als wollten mir aeltere Menschen einen gefallen tuen, in dem ich bei ihnen im Haus schlafe, bzw. das Nestor bei mir schlaeft.
Alle sind recht besorgt um mich, dass es mir gut geht. Deshalb werden immer mehr sachen in mein zimmer gebracht. Als erstes wurde mein Bett durch ein groesseres getauscht, jetzt schlafe ich auf einer Flaeche auf der glaube ich eine der aermeren fuenf koepfigen Familien hier schlafen koennte. Mir wurde ein Wasserdispenser gegeben, der allerdings auch notwenig ist, das Wasser hier ist ncihtmal fuer Zaehneputzen geeignet. Dann kam sogar ein Fernseher dazu, mit DVD-player…Und schliesslich ein Kuehlschrank, zwei Meter hoch, mit Eisschrank. Den ich alleine fuellen soll…
Donnerstag hab ich mit Mum Alice das Projekt besprochen, sie hatte leider alles mit Bleistift selbst geschrieben, deshalb hab ich noch nicht soviel verstanden. Haengen geblieben ist mir, dass viel Geld fehlt, und ich mich auch um Fundraising kuemmern soll. Mach ich gerne. Aber warum ist dann Geld fuer nen Fernseher und nen Kuehlschrank da. Die Dinge wurden eigentlich angschafft, glaub ich, als Demonstrations Objekte, bzw. das Food Labratory, scheinen da aber nicht so dringent gebraucht zuwerden. Das haette man vllt auch frueher merken koennen.
Philippinos stehen auf laute Musik. Gestern hatte die High School von neben an ein fest gefeiert, es war National Language Week oder so aehnlich. Dazu sassen alle Schueler draussen auf einem grossen Platz um sich Reden anzuhoeren und Spiele zuspielen. Untermalt wurde alles von HipHop. Das auch richtig Stimmung aufkommt wurde eine 5 mal 5 Meter hohe Lautsprechermauer aufgebaut. Ich habe den Bass in meinem Zimmer noch gut hoeren und spueren koennen.
Lustig war dann als abends um 5 Flagretreat war. Waehrend von allen die Nationalhymne gesungen wird, wird die Flagge vom Mast geholt. Wird uebrigens Montags um 7 wieder hochgezogen, wie sollte sie sonst runtergeholt werden koennen. Jedensfalls war die Prozedur heute von den Pussycat Dolls und Losen up my Buttons unterlegt.
Hier bin ich am Samstag unterbrochen worden, bin mit Nestor kochen gegangen, (Spaghetti mit Tomatensosse mit Sesamoel, da kein Olivenoel da war…), dann an den Strand, und dann ging das Internet nicht mehr. Also inzwischen ist schon Montag und ich war die drei Jungs in Salcedo ueber das Wochenende besuchen. Sie wohnen noch in einer vorlaeufigen Unerkunft, weil noch kein passendes Haus gefunden wurde. Im Moment muessen sie noch ohne Kuehlschrank, fliessendes Wasser und Kochmoeglichkeiten auskommen. Dem entsprechend lustig war mein Aufenthalt, saemtliche Mahlzeiten waren mehr oder weniger improvisiert. Gestern abend gab es Glasnudeln, warm gemacht in einem Eimer mit dem warmen Wasser aus dem Dispenser. Dazu Tomatensosse, ebenfals im Eimer warmgemacht. Heute morgen war mir komischerweise brechuebel.
So, das wars erstmal, ich freue mich auf Rueckmeldungen und Infos von euch aus Deutschland. Bald werde ich auch Fotos von hier hochladen.



Hola!
Cool, jetzt auch mal etwas ausgiebiger von dir hören! Hört sich ja soweit alles durchaus positiv an, vor allem was die Familie angeht hastes ja scheinbar ziemlich gut getroffen! Wie würdeste die denn einordnen, an den dortigen Verhältnissen gemessen? Mittelschicht, Oberschicht? Warste schon mal surfen? Habt ihr immer noch eure Einfürhung gekoppelt an den Sprachkurs? Könnteste schon so ne kleine Konversation führen von wegen hallo, wie gehts, bla bla bla? Triffste noch regelmäßig die anderen Weltwärts Leute? Wie siehts denn dort so auf den Märkten aus? Gibts dort auch solche DVDs mit zig raubkopierten Filmen auf einer CD zu kaufen? Wo wir grad bei Filmen sind: Hab mir gestern mal Auberge Espagnol – Wiedersehen in St.Petersburg angeschaut! Is ziemlich cool, ob besser als der erste weiß ich nicht, aber auf jeden Fall vermittelt er mal ne ähnliche Atmosphere! Nun denn genieß mal deine Zeit und leb dich gut ein! Hoffentlich wirste weitgehend von langwierigen und ernsthaten Krankheiten verschont bleiben;)
Liebe Grüße,
Malte
Malte
3.September 2008